5. September: Neue Folge über Graffiti und feministische Kunst im Stadtraum

Am Freitag, dem 5. September, erscheint die zweite Folge des „Breddeviertel Podcast Aktuell“ – und diesmal wird es bunt: Im Zentrum der Episode steht ein außergewöhnliches Projekt rund um legale Graffiti-Kunst im öffentlichen Raum, das Witten nachhaltig verändert hat. Die vom Quartierfonds geförderte Podcast-Folge dokumentiert eindrucksvoll, wie ein feministisches Fassadenfestival zehn Hauswände der Stadt in große, künstlerische Statements verwandelt hat.

Podcast-Moderatorin Kerstin Glathe spricht mit Kata Kern, Mitorganisatorin des Festivals, über die Idee, Umsetzung und Wirkung des Projekts. Ihr Ziel: mehr Sichtbarkeit für Künstlerinnen in der Graffiti-Szene – einer Kunstform, die traditionell männlich dominiert ist. Gemeinsam mit Dana Schmidt und der Künstlerin Anne Schuldig rief Kata Kern das Festival ins Leben, das weit mehr war als reine Fassadengestaltung.

„Graffiti kann mehr als illegal und nachts – es kann empowern, verschönern, verbinden“, sagt Kata Kern im Gespräch. „Besonders stolz sind wir auf die Workshops mit Seniorinnen, die ihre ganz eigenen Perspektiven eingebracht haben.“

Die Episode führt durch ausgewählte Stationen des Festivals – von der Wiesenstraße bis ins Herz des Breddeviertels. Hörer:innen erfahren, wie aus einer heruntergekommenen Hauswand ein neues Wahrzeichen wurde und wie visuelle Elemente aus verschiedenen Kulturen – etwa aus der Türkei – Einzug in die Wandbilder fanden. Immer wieder geht es auch um die Frage, wie Kunst den Stadtraum verändert – und wie viel Resonanz sie erzeugen kann.

So beschreibt Kata Kern emotionale Momente, in denen Passant:innen spontan applaudierten, hupend grüßten oder einfach nur „Danke“ sagten. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien überwältigend positiv gewesen, besonders an prominenten Kreuzungen wie Ruhrstraße / Oststraße.

Mit dabei in der Podcast-Folge sind nicht nur Hintergrundinfos zum Festival und zu einzelnen Kunstwerken, sondern auch Reflexionen über politische und ästhetische Dimensionen von Graffiti, über weibliche Sichtbarkeit in der Street-Art-Szene – und über die Kraft, die von Farbe im Stadtraum ausgehen kann.

Die neue Episode ist ein lebendiger, hörenswerter Spaziergang durch Witten – und ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Vielfalt im öffentlichen Raum.

Hintergrund:

Der „Breddeviertel Podcast Aktuell“ wird vom Quartierfonds gefördert und widmet sich in regelmäßigen Abständen historischen und aktuellen kulturellen Themen aus der Innenstadt. Die nächste Episode erscheint am Freitag, den 5. September, überall dort, wo es Podcasts gibt.

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